DIE HÄUFIGSTEN FRAGEN ZU KONTAKTLINSEN

Gruppe von Menschen, die Kontaktlinsen tragen

KONTAKTLINSEN FAQ

    WIE FUNKTIONIERT DAS AUFSETZEN VON KONTAKTLINSEN?

     

    Das ist einfach und funktioniert wie folgt:

     

    • Bevor Sie die Linsen aufsetzen, achten Sie stets darauf, Ihre Hände zu waschen und mit einem sauberen, fusselfreien Handtuch vollständig zu trocknen.

    • Ziehen Sie die Folie der Blisterpackung ab und gießen Sie die Linse mitsamt der Flüssigkeit in die Handinnenfläche Ihrer linken Hand (Linkshänder geben die Linse mit der Flüssigkeit in die rechte Hand). Gießen Sie die Flüssigkeit durch das Einkrümmen der Hand ab. Nur die Kontaktlinse bleibt auf der Handinnenfläche zurück. Sollte sich die Linse nicht aus der Verpackung ausgießen lassen können Sie diese mit der Fingerkuppe aus der Verpackung heraustupfen.

    • Sehen Sie sich die Linse nun genauer an und vergewissern Sie sich, dass diese nicht beschädigt ist und richtig herum liegt. Dies können Sie anhand des Linsenrandes erkennen. Zeigt die Linse einen gerundeten Rand, d. h. sieht der Rand schüsselförmig aus, ist die Linse richtig herum. Wenn der Rand suppentellerförmig nach außen geneigt ist, ist sie falsch herum gestülpt. Stülpen Sie die Linse in diesem Fall einfach einmal um.

    • Setzen Sie die Kontaktlinse auf die Spitze Ihres rechten Zeigefingers. Ziehen Sie dann das komplette obere Augenlid mit dem Mittel- oder Zeigefinger Ihrer linken Hand nach oben und das untere Augenlid mit dem Mittelfinger der rechten Hand nach unten. Setzen Sie sich die Kontaktlinse vorsichtig auf die Mitte Ihres Auges. Blicken Sie in verschiedene Richtungen und lassen Sie erst dann Ihre Augenlider langsam los, blinzeln Sie kurz und öffnen Sie Ihre Augen.

    • Wiederholen Sie denselben Vorgang für Ihr anderes Auge.

     

    WIE FUNKTIONIERT DAS ABNEHMEN VON KONTAKTLINSEN?

     

    Auch das Abnehmen der Kontaktlinsen vom Auge ist ganz einfach und funktioniert wie folgt:

     

    • Waschen Sie Ihre Hände und trocknen Sie sie vollständig mit einem fusselfreien Handtuch.

    • Sehen Sie in den Spiegel und halten Sie das obere Augenlid mit der linken Hand auf.

    • Ziehen Sie dann das untere Lid mit dem Mittelfinger Ihrer rechten Hand nach unten und blicken Sie dabei nach oben.

    • Nehmen Sie die Kontaktlinse mit der Spitze Ihres rechten Zeigefingers und schieben Sie sie auf den unteren, weißen Teil Ihres Auges. Dabei weiterhin nach oben schauen.

    • Falten Sie die Linse vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger zusammen und nehmen Sie sie vom Auge herunter.

    • Wiederholen Sie denselben Vorgang für Ihr anderes Auge.

     

    Fast jeder kann Kontaktlinsen tragen. Ihr Kontaktlinsenanpasser wird Ihre Augen untersuchen und Ihnen erklären, welche verschiedenen Linsentypen es gibt. Er wird Ihnen dabei helfen, die beste Lösung für Sie und Ihren Lebensstil zu finden. Kontaktlinsen können Kurz- bzw. Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung oder Alterssichtigkeit korrigieren. Sie können aber auch Ihre Augenfarbe verändern - mit oder ohne Sehkorrektur. Sie sehen, es gibt für fast jeden eine passende Kontaktlinse.

     

    Moderne Kontaktlinsen sind aus weichen, hochkomfortablen Materialien hergestellt, die sehr gut verträglich für Ihre Augen sind. Bei Ihrem Augenoptiker können Sie erleben, wie sich Kontaktlinsen anfühlen und sie ausprobieren.

     

    Leider können Sie Ihre Brillenwerte nicht einfach in Kontaktlinsenwerte umrechnen, da der Abstand einer Brille zum Auge nicht dem einer Kontaktlinse entspricht. Die Kontaktlinse sitzt direkt auf Ihrer Hornhaut, während sich das Brillenglas etwas vom Auge entfernt befindet. Dieser Wert wird Hornhautscheitelabstand genannt und beträgt bei Brillen ca. 14mm, bei Kontaktlinsen 0mm.

     

    Der Abstand von Brillengläsern zum Auge bewirkt, dass Minus-Brillengläser (bei Kurzsichtigkeit) die Umgebung verkleinert erscheinen lassen, während Plus-Brillengläser (bei Weitsichtigkeit) alles größer wirken lassen. Grund hierfür ist der Hornhautscheitelabstand zwischen Brille und Augen. Dieser Effekt ist bei Kontaktlinsen nicht vorhanden. Wenn Sie von Brille auf Kontaktlinsen wechseln, erscheint Ihnen alles wieder im richtigen Größenverhältnis: Bei einer Kurzsichtigkeit größer, bei einer Weitsichtigkeit kleiner, im Vergleich zum Sehen mit der Brille. Vor allem bei höheren Dioptrienwerten macht sich dies bemerkbar.

     

    Es ist ganz normal nervös zu sein, wenn man etwas das erste Mal macht. Ihr Kontaktlinsenanpasser wird Sie durch die notwendigen Schritte führen und Sie werden feststellen, dass es viel einfacher ist, als Sie erwartet haben. Die meisten Leute gewöhnen sich sehr schnell daran und können dann gar nicht mehr glauben, dass sie einmal davor zurückgeschreckt sind. Auch Sie werden bald Ihre Kontaktlinsen auf- und absetzen, ohne darüber nachzudenken.

    Monatslinsen müssen nach jedem Tragen gereinigt werden. Dafür gibt es zwei Optionen: eine einfach anzuwendende Multifunktionslösung oder ein Peroxid-System für empfindliche Augen. Um mehr darüber zu erfahren, fragen Sie Ihren Augenoptiker nach Kontaktlinsenpflegemittel. Tageslinsen dagegen werden jeden Morgen frisch aus der Packung entnommen, aufgesetzt und am Ende des Tages einfach entsorgt. Hier entfällt die tägliche Pflege.

    Jedes Auge ist anders. Damit sich Ihre Augen wohlfühlen und Sie gut sehen können, ist es daher wichtig, dass Kontaktlinsen individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. Hier kommt der Optiker als Kontaktlinsenspezialist ins Spiel. Im Rahmen einer Anpassung werden abhängig von Ihren Augen und Ihrem Lebensstil die richtigen Kontaktlinsen definiert.

     

    Das Ermitteln der Sehstärke, das Begutachten und Vermessen der Augen ist für Sie ganz unkompliziert. Für diese Untersuchungen setzt Ihr Optiker modernste optische Geräte ein, die Ihr Auge nicht berühren. Die so ermittelte erste Kontaktlinse wird Ihnen von Ihrem Augenoptiker aufgesetzt – lehnen Sie sich entspannt zurück. Sitzt die Kontaktlinse erst mal auf dem Auge, werden Sie überrascht sein, wie angenehm es sich anfühlt und wie gut Sie sehen können. Nach einer kurzen Tragezeit wird diese Kontaktlinse beurteilt und ggf. optimiert. Mit Ihren endgültigen Kontaktlinsen üben Sie die Handhabung, wobei Ihnen Ihr Kontaktlinsenanpasser ganz genau zeigt und erklärt, wie Kontaktlinsen auf- und abgesetzt werden. Für Fragen ist er immer Ihr kompetenter Ansprechpartner.

    Leistungen einer professionellen Erstanpassung:

     

    • Beratung und Bedarfsanalyse
    • Sehstärkenbestimmung
    • Augen- und Tränenfilmanalyse
    • Probetragen der Kontaktlinsen
    • Beurteilung und Optimierung der Kontaktlinsen
    • Gemeinsames Üben der Handhabung und Pflege

     

    Für alle diese Leistungen fällt üblicherweise eine Anpassgebühr an.

     

     

    WARUM BENÖTIGE ICH EINEN SOGENANNTEN „NACHKONTROLL-TERMIN“ BEIM OPTIKER?

     

    Für beschwerdefreies Tragen und optimales Sehen ist die regelmäßige Nachkontrolle, in der Regel alle 6 Monate, für Kontaktlinsenträger sehr wichtig. Bei einer Nachkontrolle überprüft Ihr Kontaktlinsenspezialist, ob Ihre Augen noch genauso gesund sind wie vor 6 Monaten, ob es möglicherweise eine noch bessere Kontaktlinse für Ihre Augen und Ihre Bedürfnisse gibt und soweit Sie ein Kontaktlinsenpflegemittel benutzen, ob dieses noch optimal für Sie ist. Erst mit dem umfassenden Service Ihres Optikers können Kontaktlinsen das leisten, was Sie von ihnen erwarten.

     

     

    Hornhautverkrümmung wird oft von den Eltern auf die Kinder vererbt. Sie kommt sehr häufig vor. Manche Experten glauben, dass fast jeder ab der Geburt eine Hornhautverkrümmung hat. Genauso, wie es sehr selten ist, perfekte Zähne zu haben, ist es auch selten, eine perfekt geformte Hornhaut zu besitzen. Der Grad der Verformung der Hornhaut bestimmt, ob Sie Linsen benötigen, die Ihnen helfen, diese Fehlsichtigkeit auszugleichen. Wenn Sie kurz- oder weitsichtig sind, ist es wahrscheinlich, dass Sie auch eine Hornhautverkrümmung haben, die korrigiert werden muss. Teilweise verändert sich die Hornhaut aufgrund einer Augenverletzung, -infektion oder -operation, in seltenen Fällen auch aufgrund von Krankheiten.

     

    Manchmal kann die Hornhautverkrümmung so geringfügig sein, dass sie kaum wahrnehmbar ist und über Jahre unentdeckt bleibt, bis sie irgendwann bei einer regelmäßigen Augenuntersuchung festgestellt wird. In manchen Fällen kann sie allerdings auch gravierende Sehverzerrungen hervorrufen.

    Hier sind die häufigsten Anzeichen und Symptome für Hornhautverkrümmung:

     

    • Verschwommenes oder verzerrtes Sehen von nahen und fernen Objekten
    • Erschöpfung
    • Zusammenkneifen der Augen
    • Unangenehmes Gefühl oder Reizung am/im Auge
    • Schwierigkeit, nachts zu sehen
    • Probleme, ähnliche Buchstaben und Zahlen auseinanderzuhalten, z. B. P und F oder B und 8

     

    Menschen mit Hornhautverkrümmung sehen einen Schatten oder eine Unschärfe bei Dingen, die sie ansehen. Dies wird besonders bei Objekten deutlich, die einen hohen Kontrast haben, so wie schwarzer Text auf weißem Untergrund oder ein helles Licht in der Dunkelheit.

     

    Sprechen Sie mit Ihrem Augenoptiker oder Augenarzt, wenn Sie eines oder mehrere der oben genannten Symptome bei sich feststellen.

     

    Myopie oder Kurzsichtigkeit ist eine häufige Fehlsichtigkeit, von der Millionen von Kindern und Erwachsenen betroffen sind. Dies wird oft zuerst bei Schulkindern bemerkt und verstärkt sich noch in den Teenager-Jahren, da sich das Auge in dieser Zeit verändert. Oft kommt es dann zu einer Stabilisierung im Erwachsenenalter.

     

    Symptome der Kurzsichtigkeit:

     

    • Verschwommene Sicht auf größere Entfernungen
    • Ständiges Zusammenkneifen der Augen, um klar zu sehen
    • Kopfschmerzen durch Ermüdung der Augen
    • Schwierigkeiten beim Autofahren, besonders bei Nacht
    • Bedürfnis, näher am Fernseher, an der Kinoleinwand oder an der Tafel zu sitzen
    • Bücher nah an die Augen halten
    • Häufiges Blinzeln
    • Häufiges Augenreiben
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    Wenn diese Symptome Ihre täglichen Abläufe beeinträchtigen, konsultieren Sie einen Augenoptiker oder Augenarzt. Er oder sie kann die Stärke Ihrer Kurzsichtigkeit feststellen und Sie beraten, wie man sie am besten korrigieren kann.

     

     

    Hyperopie oder Weitsichtigkeit ist weniger verbreitet als Kurzsichtigkeit, aber dennoch betrifft sie viele Menschen. Weitsichtigkeit gibt es sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. Obwohl Weitsichtigkeit normalerweise bereits in der Kindheit beginnt, wird sie häufig nicht festgestellt, da der sehr flexible Linsenkörper dies auf natürlichem Weg kompensiert. Solange die Weitsichtigkeit nicht zu ausgeprägt ist, werden Kinder Objekte sowohl in der Nähe als auch in der Ferne klar erkennen. Da mit zunehmendem Alter die Augenlinse diese Fehlsichtigkeit immer weniger kompensieren kann, kann diese Fehlsichtigkeit auch erst in späteren Jahren bemerkt werden.

     

    Die Symptome der Weitsichtigkeit sind von Person zu Person unterschiedlich. Dies sind die häufigsten Anzeichen und Symptome von Weitsichtigkeit:

     

    • Verschwommene Sicht auf nahe Objekte, wie einen Stift oder ein Buch
    • Ermüdung der Augen, schmerzende Augen oder ein brennendes Gefühl um die Augen herum
    • Ständiges Zusammenkneifen der Augen, um in der Nähe klar zu sehen
    • Kopfschmerzen beim Lesen oder Malen
    • evtl. "über Kreuz" stehende Augen (Schielen) bei einigen Kindern

     

    Wenn diese Symptome Ihre täglichen Abläufe beeinträchtigen oder so stark sind, konsultieren Sie einen Augenoptiker oder Augenarzt. Er oder sie kann die Stärke Ihrer Weitsichtigkeit feststellen und Sie beraten, wie man sie am besten korrigieren kann.

     

     

     

    Alterssichtigkeit ist ein unvermeidlicher Teil des normalen Alterungsprozesses, durch den es schwerer wird, Objekte im Nahbereich zu erkennen. Wenn wir älter werden, verliert unsere Augenlinse ihre Flexibilität und damit die Fähigkeit, sich auf nahe gelegene Objekte einzustellen. Der Alterungsprozess des Auges ist fortschreitend. Gleitsicht-Kontaktlinsen werden immer mehr zu einer beliebten Option, Alterssichtigkeit zu korrigieren.

     

    Die meisten Menschen entwickeln eine Alterssichtigkeit ca. ab dem 40. Lebensjahr. Hier sind die häufigsten Symptome, an denen Sie Presbyopie erkennen:

     

    • Verschwommenes Sehen beim Lesen auf normale Entfernungen, auch wenn Sie Ihre Fernbrille oder Kontaktlinsen tragen
    • "Die Arme werden zu kurz": Das Halten von Lesematerial auf Armeslänge, um richtig fokussieren zu können
    • Kopfschmerzen
    • Ermüdung der Augen
    • Erschöpfung beim Lesen

     

    Sprechen Sie mit Ihrem Augenoptiker oder Augenarzt, wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bei sich feststellen.